Das Tor Cansignorio, das von Norden in die Stadt führt, ist einer der drei Zugänge zum historischen Zentrum von Lazise. Auch bekannt als "Porta Nuova", wurde es im letzten Abschnitt der Stadtmauer erbaut, nach dem Tod von Cansignorio della Scala, dem Herrn von Verona im 14. Jahrhundert. Ursprünglich hatte es eine strategische Funktion: Es diente als Fluchtweg für die Bevölkerung in Notfällen. Über zwei Jahrhunderte, von 1701 bis 1955, blieb das Tor zugemauert, um die Bewohner vor Überfällen und Plünderungen durch durchziehende Truppen zu schützen.
Heute kann man beim Überqueren des Tor Cansignorio nicht nur den Reiz der Befestigungsarchitektur erfassen, sondern auch einen Hauch von Kunst: Auf der Innenseite befindet sich ein Mosaik, das einem der beiden Schutzheiligen von Lazise, dem heiligen Martin, gewidmet ist, der dargestellt ist, wie er seinen Mantel mit einem Armen teilt.